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"Es gibt diese hypersensiblen Kunstfreunde, die behaupten, die Pausen wären in der Musik ebenso wichtig wie das Klingende (bei Steve Reich oder Terry Riley kommen sie damit nicht weit). Analog dazu könnte man feststellen, dass beim Tenorsaxophon im Jazz die Luftgeräusche genau so wichtig sind wie die definierten Töne. Das stimmt natürlich auch nicht, aber fast, nämlich bei dem in England geborenen, in Deutschland aufgewachsenen Mark Wyand. Niemand seit dem 1973 gestorbenen Ben Webster hat den akustischen Luftzug so in seine Klangästhetik integriert wie er. Die mit einer Ausnahme durchweg langsamen Stücke auf dem Album „Hidden Hill“ (Sony/BMG) sind aber keineswegs Schmusestücke, sondern verstrahlen einen gewissen Ernst, dem sie poetisch verspielten Verzierungen abgerungen scheinen. Dem entspricht auch das opalisierende Gleitspiel zwischen abstrakter und lieblicher Harmonik. Jeder Ton und jede kleine Figur dieser konzentrierten Meditation hat eine skulpturelle Bedeutung. Die Töne können sich auch einmal im wahrsten Sonn des Worts in Luft auflösen; in der Höhe gewinnen sie oft eine jenseitige Ungreifbarkeit. Wyand wird aufmerksam und filigran begleitet von einem, jazzerfahrenen Klaviertrio unter gelegentlicher, grandioser Einmischung des Gitarristen Frank Möbus. Die Kompositionen stammen zum größten Teil von Wyand; je ein Stück von Björk und Alison Goldfrapp und zwei Evergreens sind die Ausnahmen. Ein fabelhaftes Album ohne Beispiel in der jüngeren Jazzgeschichte."
Frankfurter Allgemeine Zeitung 11.11.08
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Mark Wyand – Konzerte
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"Schon vom ersten Saxophon-Intro, das Mark Wyand mit seinem warmen, rauchigen Ton in den Jazzkeller bläst, fühlt man sich am Freitagabend geborgen, von der allzu hektisch gewordenen Außenwelt abgeschottet. Man ist umgehend auf dem „Hidden Hill“ angekommen. Er garniert seine Stücke mit feinfühligen kurzen Improvisationen und legt großen Wert auf ausgewogene, feine Nuancen. Eine traumhafte Reise."
Neuburger Rundschau, Konzert Neuburg 24.10.08
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Mark Wyand – Hidden Hill
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Ruhig, ganz ruhig startet diese Platte. Mit ein paar Klavierakkorden des Schweden Daniel Karlsson. Dann meldet sich Drummer John Hollenbeck ebenfalls behutsam zu Wort. Beinahe unauffällig ist der Puls von Bassist Dieter llg. Und dann setzt es ein, das Tenorsaxofon von Mark Wyand. Lyrisch und hörbar mit viel Luft geblasen. Sensibel, fast meditativ versetzt es den Hörer in eine Stimmung, die einen bis zum letzten der elf Stücke dieser famosen CD nicht mehr loslässt. Der gebürtige Engländer Wyand, in Deutschland aufgewachsen und in Berlin wohnend, gibt sich hier ganz in sich selbst und seine Musik versunken. Ob in eigenen Kompositionen, den Adaptionen von je einem Stück von Björk und Goldfrapp oder den beiden Jazzstandards, Wyand lässt der Musik viel Raum, sich atmosphärisch zu entwickeln. Und fast immer steht bei dieser von Till Brönner mitproduzierten Platte das Zusammenspiel der vier Musiker, zu denen auf einigen Tracks noch Gitarrist Frank Möbus stößt, im Vordergrund. Wyand geht es nicht um solistische Muskelspiele, sondern um eine oft magische Klangästhetik, die er hier mit seinen kongenialen Partnern ziemlich gut umsetzt.
Jazzthing
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Eine Bilderreise von sublimer Finesse. Dass es dem Klang von Mark Wyand dabei gelingt, so weit auseinander liegende Kompositionen wie den Johnny Mercer/Jerome Kern Standard ‚Dearly beloved‘ sowie Björks Pop-Elegie ‚Jóga‘ in eine in sich zusammenhängende und schlüssige ästhetische Konzeption einzufügen, spricht für die eigenständige Klasse eines ausgezeichneten Albums.
Jazzpodium
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'Hidden Hill' ist ein innerer Rückzugsort, der Ruhe und Kraft schöpfen lässt. Dennoch ist eine hohe Energiedichte spürbar.
Jazzthethik
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Wenn man über Mark Wyands neue CD sagt, sie sei zutiefst romantisch, dann könnte möglicherweise ein falscher Eindruck entstehen. Ja, ja, Tenorsaxofon, Balladenstimmung, Besserverdienende mit Schaumwein vorm Kaminfeuer, ungefähr so etwas. "Hidden Hill" aber, dieses kontemplative Kunststück, ist romantisch im Sinne eines Novalis. Das Gemeine erhält einen hohen Sinn, das Bekannte die Würde des Unbekannten – etwa die Atemluft, die so hörbar das Saxofon durchströmt. Oder die einzelne Note, die dringend gespielt werden muss. Mit einer einzelnen Note beginnt auch das ganze Unternehmen. Ein A, mild insistierend vom schwedischen Pianisten Daniel Karlsson wiederholt. Darauf baut ein wunderliches Stück auf, "Kriyaban", mit einem seltsam abstrakten Thema und einem Solo von Wyand, das aus unerwarteten skurrilen Wendungen und leisen, unterdrückten Überblasrufen besteht. Minimalismus und Reduktion – dies ist das Programm der CD. Es geht um die Details: etwa in John Hollenbecks heruntergedimmtem Schlagzeugspiel mit seinen kristallklaren Beckenfiguren. Oder in Frank Möbus’ Gitarrenflächen und Dieter Ilgs aufs Nötigste beschränkten Basslinien. Über den elf Stücken auf "Hidden Hill", darunter – neben Wyands eigenen Erfindungen – ursprünglich Poppiges von Björk und Goldfrapp sowie zwei Standards aus dem American Songbook, liegt ein unsichtbarer Nebel. Man muss an Caspar David Friedrich denken und an Charles Lloyd, den Naturmystiker unter den zeitgenössischen Jazzern. Mark Wyand scheint nahe dran, auf seinem geheimen Hügel die blaue Blume zu finden. Der in England geborene und in Deutschland aufgewachsene Saxofonist ist zweifellos ein Romantiker mit Zukunft.
Rondo online
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Als Meister der gefühlvollen Balladen erweist sich Mark Wyand auf „Hidden Hill“. Die flauschigen Stücke laden zum Träumen und regelrechten Versinken ein.
Audio
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"Eye to Eye"
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Der in Berlin lebende, Engländer Mark Wyand hat für „Eye to Eye“, seinem Major-Debüt, zwölf Eigenkompositionen und ein Elvis-Cover im Stile und aus dem Geiste der großen Balladen-Platten des Jazz entwickelt, die bekanntlich häufig einen gereiften oder gar einen Altersstil repräsentieren. Die Herausforderung dieses Albums liegt darin, dass hier, aufgrund des naturgemäß eher sedierten Gesamteindrucks, der Ausdruck vermeintlich vor der Technik geht, in Wahrheit aber beides auf höchstem Niveau zusammengeführt werden will. So sind luftige und doch sehr fein gewebte, schmeichlerische Preziosen entstanden, eine durch sich und in sich schwebende Musik; ein Gleitschirmflug, dessen ruhige Ästhetik uns im Gelingen das Wagnis leicht übersehen lässt. Man mag diese Platte bisweilen als zu glatt gebürstet empfinden, ihre Mittel als jazzgeschichtlich so weitgehend ausdefiniert und standardisiert, dass kein Raum für Neues aufgeschlossen werden kann, nur würde man diese Produktion damit völlig missverstehen. Sie will offenbar geradezu klassisch sein in ihrem Anspruch, sich im Inneren des Hörens mit dem ersten Ton heimisch zu machen. Darin ist sie von einer Kraft und Verbindlichkeit, auf die man sich jenseits von Genregrenzen leidenschaftlich verständigen kann. Kein Wunder, ist doch Produzent Till Brönner so etwas wie der Großmeister dieses faszinierenden Paradox. Fazit: „Eye to Eye“ ist Musik für die Seele mit den Mitteln des Jazz: leicht und trotzdem tiefgründig.
Jazzpodium -
"Instrumental-Jazz zum Entspannen. Saxophonist Wyand spielt gekonnt eigene Stücke."
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Kulturspiegel
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Mark Wyand "Eye to Eye"
Man läge nicht ganz falsch, wenn man "Eye to Eye" als Balladenplatte bezeichnen würde. Aber trotz der behaglich meditativen Ruhe, die die 13 Stücke ausstrahlen (darunter eine erstaunliche Version des Elvis-Schmachter „Love Me Tender“), hat man es an keiner Stelle mit belangloser Candlelight-Dinner-Musik zu tun.
Die Produktion würde auch einem Manfred Eicher zur Ehre gereichen. Denn hier wird ein „sound of silence“ etabliert, dessen Herzstück das warme, flexible und jederzeit klischeefreie Saxofonspiel des Protagonisten Wyand ist. Der Deutsch-Brite lotet überlegen die tonalen und harmonischen Möglichkeiten seines selbst geschriebenen Materials aus, er bringt mitunter auch avancierte Techniken wie Multiphonics-Seufzer in Anschlag. Dabei schafft er es, stets die Balance zu halten zwischen seelenvoller Kammermusikattitüde und intellektuellem Forscherdrang. Mit seinem sensibel agierenden Quartett, dem der Klavierromantiker Frank Woeste, der Bassist Pepe Berns und der Schlagzeuger Sebastian Merk angehören, verfertigt Wyand Balladen für Kopf und Bauch. Eine subtile Sensation. -
Rondo
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"Melancholisch, lässig, technisch perfekt."
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dpa
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"Mark Wyand ist Germany’s Next Top-Saxofonist."
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Die Welt online
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"Ein Album, bei dem die Kraft in der Ruhe liegt - still und intensiv"
Jazzthing
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Unverschämt innovativ und unverbraucht
Saxofonist Mark Wyand im Städtischen Museum -
Ganz leise fängt es an: mit Daumenspitzen, die über Schlagzeugfelle streichen, mit Fingernägeln, die an Klaviersaiten kratzen. Als der gebürtige Brite Mark Wyand und sein Quartett auf Einladung der Musikerinitiative Braunschweig im Städtischen Museum zum ersten Stück ansetzen, tun sie das seltsam ruhig, verhalten meditativ – was da zu hören ist, hat zunächst wenig von einem klassischen Eröffnungsstück. Doch dann zieht das Tempo mit einem Mal an, Wyands Saxophon setzt ein, immer wilder, intensiver werden die Rhythmen, bis – ja bis man mit den Musikern abzuheben glaubt und sich plötzlich meilenweit über dem Löwenwall wieder findet. „Shadows from the New Land“ hat Wyand die erste Komposition des Abends genannt, und tatsächlich wird er sich in der Folge noch des öfteren in musikalisches Neuland wagen, trotz der traditionellen Besetzung aus Saxophon, Flügel, Bass und Schlagzeug. Stilistische Vielfalt und größtmögliche Freiheit in der Interpretation scheinen die Mottos des 30-jährigen Tenor-Saxofonisten (...) Fast schon unverschämt innovativ und unverbraucht präsentiert sich das jugendlich wirkende Quartett. Da stehen welche, das merkt man, die sind noch keine alte Herren des Jazz, sondern welche, die sich ihren Ruf erst erspielen müssen – und wollen. Denn was die Mitglieder des 2001 in Berlin gegründeten band nicht an Erfahrung vorweisen können, machen sie mehr als wett durch pure Experimentierfreude und kompositorische Kreativität. (...) Die Rhythmus-Sektion ergeht sich in „The invincible Yogi“ in diskothekentauglichen Drum-and-Bass Zitaten: dumpf-abgehackte Tieftöne in hypnotisch sich wiederholenden Schleifen, dazu Chaosrhythmen von Sebastian Merk am Schlagzeug. Das ist nun schon so tanzbar, dass es unwillkürlich in den Beinen zuckt. Auch wenn Mark Wyand und seine Mitmusiker Teilen ihrer Zuhörerschaft damit hin und wieder einiges Umdenken abverlangen mögen: Ein von der ersten bis letzten Note gelungener Einstand bei der Braunschweiger Musiker-Initiative, der aufhorchen lässt – und Appetit macht auf mehr.
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Braunschweiger Zeitung,19.4.2005
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Ein Leckerbissen zum Schluss
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JAZZTAGE: Persönliche Werkschau des „Mark Wyand Quartet“
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Als hätte das Thema der 19. Mannheimer Jazztage „Ideenvielfalt“ geheißen. Mit dem ebenso innovativen wie kompositorisch außergewöhnlichen „Mark Wyand Quartet“, das sich in klassischer Vierebesetzung seinem Publikum in der Klapsmühl‘ präsentiert, beschließen die Mannheimer Jazztage ihr Programm. Der gebürtige Engländer mit Sitz in Berlin spielt ein Orginalrepertiore, wie es vielseitiger kaum sein könnte. Keine Klischees, keine Standardarrangements, sondern virtuos vorgetragener Saxofon-Jazz mit bemerkenswerten Stilkombinationen. Zusammen mit seinen Musikern veranstaltet Saxofonist Mark Wyand eine kleine, aber feine Jazz-Werkschau der sehr persönlichen Art. So vielfältig die diesjährigen Jazztage insgesamt waren, so stellt sich Wyands Programm noch einmal am Abschlussabend dar. Ein echter Leckerbissen zum Schluß der Jazztage.
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Mannheimer Morgen,10.3.05
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Freiflüge mit dem Yogi
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Mark Wyand Quartett in der Mannheimer „’Klappsmühl’ am Rathaus“
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„The invincible Yogi“ überschrieb Mark Wyand eine seiner Kompositionen. „Yoga und Meditation“, so erzählte der junge Berliner Tenorsaxofonist im Pausengespräch, „spielen eine wichtige Rolle für den Entstehungsprozess meiner Kompositionen (...)“ Und er liebt es, wenn unterschiedliche Einflüsse in seine Musik hineinfließen, sei es Pop, Ethno oder Neue Musik. Eher im Verborgenen, als eine Art Subtext, soll sich dies in den klingenden Prozess eingliedern.
Das sind Ansätze, die man hören konnte beim Auftritt des Mark Wyand Quartetts in der Mannheimer „’Klappsmühl’ am Rathaus“ – das Konzert gab es quasi als Nachschlag bei den Mannheimer Jazztagen. Neue Musik und Folklore scheinen eine starke Rolle zu spielen für das Spiel des hochkarätigen Berliner Quartetts. Aus beidem holen sich die Musiker die Inspiration ebenso wie die Grenzenlosigkeit des musikalischen Ausdrucks. Avancierte Harmonien geben den Ton an und dazu tanzt es an der Basis wie auf einem folkloristischen Fest. (...) Weite und Unbegrenztheit hat Mark Wyand im sonoren Klang seines Tenorsaxofons. In den Intros zu seinen Kompositionen werden die Täler weit und die Wälder singen im folkloristischen Ton. Gewisse Intonationen, federnde Läufe und Ornamente, wie man sie so ähnlich in ungarischer Volksmusik gehört haben mag, schwingen hier mit herein. Im Unbewussten geschieht dies, kommt von weit her und greift über ins Unwegsame. Eine tiefe Ader für Romantik hat der Tenorist gleichwohl, wie man den Themen seiner Kompositionen entnehmen kann. An der rhythmischen Basis pulsiert es mit wunderbarer Elastizität. Dafür ist der Kontrabassist Pepe Berns ein ebenso starker Garant wie der fabelhafte Sebastian Merk am Schlagzeug. Letzterer ließ mit größter Lockerheit facettenreichste rhythmische Kombinationen beredsam-expressiven Swing gewinnen und mit der gleichen Selbstverständlichkeit übertrug er auch mal die komplexen Strukturen elektronischer drum&bass-Musik auf seine Felle und Becken. Über solch fesselnde Pulsationen konnten Wyand und Daerr die schönsten Freiflüge starten. Da bekam der Yogi mächtige Flügel zum Abheben. -
Rhein-Neckar Zeitung, 12./13.3.2005
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Über die CD „Lucid Dream“
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„Lucid Dream“ lässt aufhorchen. Da agiert keine zu zwei, drei Sessions zusammengewürfelte Truppe, sondern eine ‚Working Band’, die seit drei Jahren regelmäßig übt, spielt, produziert, sich kennt. Da weiß man um die musikalischen Wege und Windungen des anderen, da versteht man auch das Unmögliche aus dem Bandpartner herauszukitzeln. Alle Facetten und Klangfarben des modernen Jazz werden hier bedient. Hörbare Homogenität auf fast 60 Minuten Musik. (...) Ein jeder eignet sich zum Geschichtenerzähler, lässt sein Instrument sprechen, verleiht ihm Stimme, Ausdruck und Aussagekraft. Merkmale des modernen Jazz. Darüberhinaus scheint Wyand viel Wert auf Melodie zu legen, Nachvollziehbarkeit der sich entwickelnden musikalischen Gedanken. Ein durchaus gelungener Einstand eines bemerkenswerten Debütanten.
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Jazzpodium, 09/2004
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Es ist immer besser, eine CD folgt dem Maßstab der eigenen Kreativität statt sich kommerziellen Kompromissen zu beugen. Ersteres gilt sicherlich für das Quartett um den Saxofonisten Mark Wyand, der auf seinem aktuellen Album hohe Ansprüche an seine Hörer stellt und mit „Easy Listening“ nichts am Hut hat. (...) Mark Wyand spielt auf der, vom Trippstadter Thilo Berg produzierten CD überaus anregenden, rhythmisch manchmal vertrackten Jazz mit Themen, deren Wurzeln im Bebop zu suchen sind und die vor allem durch ihre komplizierte Architektur nicht gerade einfach zu enträtseln sind. Wer komplexe, reibungsstarke Piano-Voicings schätzt und ausgeklügelte Harmoniefolgen mag, ist hier bestens aufgehoben. Dass musikalisches Spitzenhandwerk betrieben wird, ist selbstverständlich. Besonders die sehr saubere Art, wie Mark Wyand sein Sopransaxophon spielt, fällt auf.
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Rheinpfalz, 18/07/2004
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Der gebürtige Brite Mark Wyand, Jahrgang 1974, nutzt in seiner Quartettformation das musikalische Potenzial erschöpfend aus. Kaum eine Stimmung, die auf „Lucid Dream“ nicht fesselnd wiedergegeben wird: Von ruhig dahinfließender Melancholie bei „Darkness“ bis zu forscher Lebensfreude beim Opener „Sister Sister“ mäandert der Sound zwischen Extremen des Modern Jazz. Saxofonist Wyand, der seit dem Abschluss an der Hochschule für Musik Hanns Eisler an der Spree lebt, stehen wunderbare Musiker zu Seite. Neben den harmonischen Wendungen und Ausflügen in atonale Gefildebeeindrucken besonders diese Dynamikwechsel, die Bassist Pepe Berns und Sebastian Merk am Schlagzeug mit viel Drive und Gespür für den Moment rhythmisieren. Ein überzeugendes Album des Wahl-Berliners Wyand.
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Jazzthing, Juni/Juli 2004 ...
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So versteht sich die hier vorliegende Scheibe als wahres Füllhorn expressionistischer Jazz-Dramaturgie, die mal ungeschliffen-spröde, fast atonal daherkommt, nur um im nächsten Moment einen Rhythmus aufzugreifen und diesen zu einer groovig-relaxten Harmonie zu verarbeiten. Mark und seine Crew gehen in Ihren musikalischen Ideen bis an die Grenze des modern Jazz und dann noch einen Schritt darüber hinaus.
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inMusic, 03/04-04/04
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Der britische Saxophonist Mark Wyand sorgt mit seinem ‚Mark Wyand Quartet’ für offene Augen und Ohren... und Münder.
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Hamburger Abendblatt, 19/02/2004
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